THW Auslandseinsatz in Pakistan 2011


Aussortieren des Materials

Sämtliche Ausstattung wurde verwogen

komplette Reinigung der Ausstattung

Verladung mit dem Gabelstapler

Reinigen der Rohwasserbehälter

Rückladung nach Deutschland

Donation an Pakistan

IHP Camp in Sukkur / Pakistan

Verladung der Trinkwasseraufbereitungsanlagen

Transport nach Karachi

Pakistanischer LKW

IHP Camp am Morgen

Autofahrt nach Karachi

Material in Karachi


Ende Juli 2010 gingen in der Region Punjab in Pakistan so viel Niederschläge nieder, wie nie zuvor. Die gesamte Region wurde überschwemmt, die Bevölkerung geriet in eine Notlage!

In Zusammenarbeit mit den Zivilschutzbehörden aus Schweden (MSB) und Dänemark (DEMA) hat das THW seinen Einsatz in Pakistan begonnen. Einsatzgebiet ist die besonders schwer von den Hochwasserfluten der vergangenen Wochen betroffene Provinz Punjab. Alle Maßnahmen des THW werden mit den vor Ort koordinierenden Vereinten Nationen (UN) abgestimmt.

Dies die Schlagzeilen aus den Pressemeldungen der Bundesantalt Technisches Hilfswerk (THW) zum Einsatz in Pakistan.

Im Punjab haben die Überflutungen lebenswichtige Brunnen und weitere Wasserquellen verschmutzt und zerstört. Das vierköpfige THW-Team der Schnell Einsatz Einheit Wasser Ausland (SEEWA) hat bereits kurz nach der Ankunft in Multan die Abstimmung seiner Hilfsmaßnahmen mit den UN-Vertretern aufgenommen und wird nach Zuweisung der Einsatzstellen mit der Trinkwasseraufbereitung beginnen. Beide Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWAA) können rund 12.000 Liter sauberes Wasser pro Stunde aufbereiten.
Fehlendes Trinkwasser hat bereits in weiten Teilen der betroffenen Gebiete zum Ausbruch von Krankheiten geführt. Angaben der UN zufolge benötigen derzeit 10 Millionen Menschen lebenserhaltende Hilfsmaßnahmen, wie sauberes Trinkwasser, Lebensmittel und medizinische Versorgung. Meteorologen haben weitere Regenfälle für September vorhergesagt. Die Behörden vor Ort gehen daher davon aus, dass sich das Hochwasser erst gegen Ende September zurückzieht und erst dann das tatsächliche Ausmaß der Katastrophe abschließend beurteilt werden kann.

Durch die Zusammenarbeit des THW mit dem schwedischen und dänischen Zivilschutz erfolgt eine koordinierte Durchführung der Hilfsmaßnahmen. In zahlreichen Übungen und Einsätzen, unter anderem nach dem Orkan Nargis in Myanmar (ehem. Birma) 2008, hat das THW bereits mit dem schwedischen MSB zusammengearbeitet.

Ein Erdbeben der Stärke 7,2 auf der Richterskala erschütterte im Januar Pakistan. Das Beben verlief glimpflich, rückt aber das Leid des Landes, das im August eine verheerende Flutkatastrophe erlebte, wieder ins Licht der Öffentlichkeit. Der THW-Einsatz in Pakistan wird derweil fortgesetzt.

Ein halbes Jahr nach der Flutkatastrophe stehen immer noch weite Teile Pakistans unter Wasser. Betroffen ist vor allem die Region Sindh im Südosten des Landes. In der Stadt Sukkur betreibt das THW als Teil des internationalen Hilfsbündnisses IHP (International Humanitarian Partnership) eine Basisstation zur Koordinierung der humanitären Hilfe in der Region.
Diese Basisstation steht UN-Organisationen und anderen internationalen Hilfsorganisationen als Camp zur Verfügung. Hier erhalten sie Unterkunft, Verpflegung und die Möglichkeit der Telekommunikation. Ein THW-Elektriker stellt vor Ort die Versorgung mit Strom sicher. Daneben versorgen zwei Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen des THW die Menschen in Pakistan mit Wasser.

Das THW stellt als Mitglied des internationalen Hilfsbündnisses IHP (International Humanitarian Partnership) in Sukkur in der Provinz Sindh UN-Organisationen und anderen internationalen Hilfsorganisationen eine Basisstation zur Verfügung. In diesem Camp erhalten diese Unterkunft, Verpflegung und die Möglichkeit der Telekommunikation. Ein THW-Elektriker stellt vor Ort die Versorgung mit Strom sicher. Das IHP-Team besteht aus Helferinnen und Helfern der Zivilschutzbehörden aus Dänemark, Estland, Finnland, Norwegen, Schweden und Deutschland. Der THW-Einsatz wird bis Ende Juli vom Auswärtige Amt finanziert. Pakistan ist auch heute, über einem halben Jahr nach der Katastrophe, von den Folgen der Flut betroffen. Teile der Provinz Sindh sind noch immer überflutet, hunderttausende Menschen obdachlos.

Quelle Internet: www.thw.de

Der Einsatz für das THW endete im März 2011. Die gesamte Ausstattung wurde im IHP Camp zusammengetragen und wartet nun auf den Rückweg nach Deutschland.

Zwei Helfer des THW wurden mit der Rückführung der Ausstattung betraut und reisten am 14.04.2011 mit Türkisch Airline von Frankfurt über Istanbul nach Karachi und weiter nach Sukkur wo sie am 15.04.2011 ankamen.

Die beiden Spezialisten des THW hatten nun die Aufgabe, die gesamte Ausstattung zu sichten, zu bewerten, zu verpacken und für den Rücktansport nach Deutschland vorzubereiten.

Einer dieser Spezialisten ist Thomas Wiedemann, Logistiker der Schnell Einsatz Einheit Wasser Ausland (SEEWA) und Führer der Fachgruppe Führung und Kommunikation Balingen.

Der einsatzerfahrene Logistiker mit Spezialbereich Rückführung von Ausstattung, übernahm mit seinem Kollegen ca. 10 Tonnen Einsatzausstattung, welche in einem schlecht gereinigten Zustand vorzufinden war.

Binnen zweier Tage wurde bei Temperaturen um 43░ C die gesamte Ausstattung gesichtet, gereinigt und in drei Bereiche einsortiert.
  • Bereich 1: Rückführung nach Deutschland
  • Bereich 2: Donation an Pakistan
  • Bereich 3: Gefahrgut, Übergabe an World Food Program (WFP) in das dortiger Lagerhaus

Nachdem die Ausstattung nun zum Abtransport fertig war, musste eine Spedition gefunden werden, welche den Transport nach Deutschland vornehmen konnte. Dies hört sich für deutsche Verhältnisse einfach an, ist jedoch in Pakistan nicht ganz so einfach. Hinzu kam noch, dass die Ausschreibungen für den Rücktransport nach den deutschen Gesetzmäßigkeiten durchzuführen waren. Dies bedeutet, dass mehrere Firmen angefragt werden müssen und die Angebote dann verglichen werden.
Dank der guten Zusammenarbeit mit den Vertretern der Vereinten Nationen (UN), hier des World Food Programm (WFP) konnten schnell einige Speditionen gefunden werden.

Nach der Auftragsvergabe schickte die Spedition einen Container nach Sukkur / Pakistan um das Material nach Karachi in den Hafen zu überführen.
Da die Zollformalitäten jedoch noch nicht geklärt werden konnten, musste die Ladung in Karachi eingelagert werden. Erst nach Klärung der Einfuhr darf die Ladung auch ausgeführt werden.

Zur Klärung des Sachverhalts velegten die beiden Spezialisten von Sukkur nach Karachi.

Karte Pakistan

Da alle Flüge von Sukkur nach Karachi ausgebucht oder überbucht waren, wurde die Fahrt aus Sicherheitsgründen in gepanzerten Fahrzeugen der UN durchgeführt. Sechs Stunden über Land erreichte das Team gegen Abend Karachi.

In den Folgetagen wurde in Karachi die Ausstattung nochmals umgeladen und am Ostermontag versandfertig im Container eingelagert. Noch am selben Tag fand die Verzollung und Ausfuhr des Containers statt. Dieser wird am 29.04.2011 Karachi auf dem Seewege verlassen und ist dann Ende Mai in Deutschland.

Somit war der Einsatzauftrag für Thomas Wiedemann erledigt und die Heimreise konte angetreten werden.

Der Einsatz endete am 27.04.2011. 

Letzte Aktualisierung 08.05.2011
durch Th. Wiedemann
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